Wie gut ist die Mobilfunkversorgung in Krempe?
Das Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein e. V. (BKZ.SH) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Mobilfunkversorgung im gesamten Bundesland Schleswig-Holstein über einen Zeitraum von fünf Jahren im Rahmen umfangreicher Messkampagnen mittels Mobilfunkscannern zu erfassen. Auf diese Weise sollen die tatsächliche Versorgungslage sowie Fortschritte beim Ausbau der Mobilfunkstandorte ermittelt werden. Bei diesem Unterfangen erhält das BKZ.SH Unterstützung durch die Ämter und Breitbandzweckverbände in Schleswig-Holstein, welche für die Messkampagnen Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Im ersten Quartal 2026 wurden im Amt Krempermarsch Messfahrten zur Erhebung der Mobilfunkversorgung von Mitarbeitenden des Amtes sowie des BKZ.SH durchgeführt. Die Analyse der von den Mobilfunknetzbetreibern (MNB) zur Verfügung gestellten Daten zeigt, dass der Rollout der 5G-Technologie im Amtsgebiet fast abgeschlossen ist. Auf 100 Prozent der Messstrecken konnte eine Versorgung durch die modernste Mobilfunkgeneration 5G NR durch alle drei etablierten MNB Telekom, Vodafone und Telefónica festgestellt werden.
Auch das 4G-LTE-Netz ist mit einem Anteil von 100 Prozent nahezu flächendeckend durch alle Betreiber gemeinsam bereitgestellt und ist auch weiterhin die Technologie mit der höchsten Versorgungsdichte. Funklöcher, in denen kein Netzbetreiber ein Mobilfunknetz in ausreichender Qualität zur Verfügung stellt, wurden im Amtsgebiet mit einem Anteil von deutlich unter einem Prozent der Strecken festgestellt.
Die Auswertung hinsichtlich der Mobilfunkversorgung entlang der verschiedenen Straßenkategorien ergab eine überwiegend gute Abdeckung mit 4G LTE und 5G NR durch die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica gemeinsam. Es konnte auf allen Straßen eine gute bis sehr gute Verfügbarkeit ermittelt werden.
Die Analyse der erfassten Daten zeigt jedoch auch, dass weiterhin Ausbaubedarf im Amt Krempermarsch bezüglich der mobilen Breitbandversorgung besteht. So sind bei allen drei Netzbetreibern insbesondere auf Kreis- und Landesstraßen kleine Defizite bei der Bereitstellung des erforderlichen Signalpegels von -109 dBm im 4G- bzw. 5G-Netz zu beobachten.